Pascow – Jade

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Pascow - Jade

Wiedermal hat es Pascow mit Jade* geschafft, dass mein Dreher heiß läuft. Ich liebe diese Platte, ich liebe diese Band, ich liebe diese art des Punkrocks. Deswegen wird dieses Review wohl eine ziemliche Lobhudelei. Und da ich auch noch an der Jade wohne……

Erschienen ist die gute Scheibe im Januar 2019, produziert von Rookie Records und Kidnap Music.

Trackliste

Pascow - Jade
NrTitelDauer
A1Prolog0:30
A2Silberblick & Scherenhände3:10
A3Jade2:57
A4Marie3:06
A5Kriegerin2:50
A6Die Backenzähne des
Teufels
0:49
A7Unter Geiern3:04
NrTitelDauer
B1Treck der Toten2:26
B2Schmutzigrot3:09
B3Heute Jäger, morgen
Taucher
3:54
B4Sturm, der durch Erlen
zieht
2:37
B5Wunderkind2:42
Gesamtdauer31:14

Put the needle on the record…

Pascow - Jade

Farbe ist egal, Hauptsache schwarz! Naja, bis auf die ollen Picture-Disc-Scheiben mag ich auch farbiges Vinyl eigentlich ganz gerne mal. In diesem Fall habe ich aber cleanes schwarz in 180 Gramm auf dem Plattenteller liegen. Das Cover ist auch ein klassisches Cover, es gibt aber wohl noch eine Sonderedition im Gatefold.

Mit Jade hat Pascow (´98 in Gimbweiler gegründet) nunmehr schon das sechste Album auf den Markt geworfen. Von Richard Nixon Discopistole bis Jade ist eine stetige Weiterentwicklung zu erkennen, und so ist Jade eine logische Folge von Diene der Party. Die Texte etwas weniger Kryptisch wie noch bei den Vorgängern, aber dennoch gut und gerne mal um mehr als nur 2-3 Ecken. Wie schon des öfteren mal erwähnt – ich finds geil.

Neben Alex, Swen, Flo und Ollo sind diesmal wieder ein paar weibliche Gaststimmen zu hören, in Namen von Nadine Nevermore (N.T.Ä.), Frau Wolf und Willia Van Houdt von den Bambix. Nach dem Prolog geht es Pascowtypisch mit einem Alex-Schrei los. Silberblick und Scherenhände ist auch gleich die erste Auskopplung und überzeugt mich mit dem Gesang von Frau Wolf auf ganzer Linie.

In Unter Geiern hat sich Pascow einige Auszüge von anderen Künstlern entliehen. So stammt der Ausruf be aggressiv aus dem gleichnamigen Song von Faith no more. Do they owe us a living ist ursprünglich wohl von Crass und die Textzeile „Der größte Trick des Punkers war es nicht mitgemacht zu haben“ stammt in leicht abgewandelter Form aus ihrer eigenen Feder, nämlich aus dem Song Diene der Party. Zudem ist unter Geiern noch ein Roman von Karl May. Habt ihr noch weitere Anspielungen in dem Text gefunden? Schreibt sie mir doch bitte unten in die Kommentare.

Die größte Überraschung des Albums ist aber wohl der Track Wunderkind. Der Song hat ja schon vor der Veröffentlichung des Albums reichlich polarisiert, da es die zweite Auskopplung ist. Punkrock mit Klavier? Pascow und Ballade? Ist das überhaupt noch Punkrock? Funktioniert Pascow ohne Schlagzeug und harten Gitarrenriffs? Ja verdammt, in meinen Augen (und Ohren) funktioniert das sogar sehr gut! Ich gehe sogar noch ein Stück weiter, für mich ist das Wunderkind der heimlich Held der Platte.

Was auf die Ohren

Meine persönlichen Anspieltipps sind Unter Geiern, Treck der Toten, Schmutzigrot und natürlich das Wunderkind. Obwohl es eigentlich überflüssig ist, bei diesem Album Anspieltipps zu geben. Für mich jedenfalls funktionieren alle Tracks gleichermaßen.

Zu den bisher drei Auskopplungen gibt es auch jeweils ein Video bei YouTube zu bestaunen:

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Zugabe – Zugabe – Zugabe

Über die Extras brauchen wir bei dieser Platte nicht lange reden. Außer einem Hochglanzbooklet im LP-Format mit den Lyrics und einem kleinen Zettel mit dem Downloadcode gibt es keine weiteren Extras. Erwähnenswert ist nur vielleicht noch die gefütterte (sehr löblich) Innenhülle in schwarz.


DAS LETZTE

Pascow hat mit Jade* mal wieder ordentlich abgeliefert. Sowohl textlich als auch musikalisch erkennt man Pascow eindeutig. Wer die bisherigen Alben kennt und gut fand, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Man hört eine stete Weiterentwicklung, man besucht mit Wunderkind auch mal andere Inseln, aber im großen und ganzen Ist die M.S. Pascow noch immer auf voller Fahrt.

Auch qualitativ ist die Schallplatte im exzellenten Zustand. 180 Gramm schwer liegt sie sauber und plan auf dem Teller. Das Cover in hochglanzoptik kommt wie auch schon Diene der Party ohne Albumtitel oder Bandnamen auf der Front aus.

Für mich persönlich eines der Highlights des Jahres! Absolute Kaufempfehlung.


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